In Hamburg sind immer mehr Elektroautos und Plug-in-Hybride unterwegs. Das verändert auch die Pannenhilfe. Denn ein E-Auto, das liegen bleibt, lässt sich nicht einfach an ein Seil hängen und wegziehen. Wer das nicht weiß, riskiert teure Schäden an Motor und Leistungselektronik. In diesem Ratgeber erklären wir, worauf es bei einer Panne mit einem Elektro- oder Hybridfahrzeug ankommt.

Warum E-Autos nicht geschleppt werden dürfen

Bei den meisten Elektroautos sind die Antriebsräder fest mit dem Elektromotor verbunden. Drehen sich die Räder, dreht sich auch der Motor – und erzeugt Strom. Ist das System dabei ausgeschaltet, kann diese Spannung die Leistungselektronik beschädigen. Außerdem fehlt bei vielen Modellen eine echte Neutralstellung wie bei einem Schaltgetriebe. Viele Hersteller schreiben deshalb vor, dass E-Autos nur mit angehobenen Antriebsrädern oder komplett verladen transportiert werden dürfen. Werfen Sie im Zweifel einen Blick in die Betriebsanleitung.

Die häufigsten Pannen bei E-Autos und Hybriden

  • 12-Volt-Batterie leer: Klingt überraschend, ist aber die häufigste Ursache. Auch E-Autos haben eine kleine Bordnetzbatterie, die Steuergeräte und Türöffner versorgt. Ist sie leer, lässt sich das Fahrzeug oft nicht einmal einschalten. Hier hilft eine Starthilfe an den dafür vorgesehenen Anschlusspunkten.
  • Hochvoltakku leer: Die Reichweite wurde falsch eingeschätzt – etwa im Winter oder bei Autobahnfahrten. Dann muss das Fahrzeug zur nächsten Ladesäule gebracht werden.
  • Reifenpanne: Viele E-Autos haben kein Ersatzrad an Bord, sondern nur ein Reparaturset.
  • Fehlermeldung / Systemstörung: Das Fahrzeug verweigert die Fahrbereitschaft. Hier entscheidet oft nur die Fachwerkstatt.

Was Sie selbst tun können

  1. Sicher anhalten, Warnblinker einschalten, Warnweste anziehen.
  2. Fahrzeug nicht selbst schleppen und nicht von anderen schleppen lassen.
  3. Parkstellung einlegen und das Fahrzeug ausschalten.
  4. Hilfe rufen und dabei sagen, dass es sich um ein Elektro- oder Hybridfahrzeug handelt – mit Marke und Modell.

So transportieren wir E-Autos

Für Elektrofahrzeuge nutzen wir Verfahren, bei denen die Antriebsräder nicht auf der Straße rollen. Das Fahrzeug wird verladen oder mit Rangierrollern bewegt, bis es sicher steht. Auf engem Raum – etwa in einer Tiefgarage oder in einer Parklücke in Eimsbüttel – lässt sich ein E-Auto auf Rangierrollern präzise und schonend verschieben.

Anschließend bringen wir das Fahrzeug zur nächsten Ladesäule, zur Vertragswerkstatt oder zu Ihnen nach Hause – ganz wie Sie es wünschen. Mehr dazu auf der Seite Abschleppdienst Hamburg.

Besonderheit: Unfall mit E-Auto

Nach einem Unfall mit einem Elektrofahrzeug ist besondere Vorsicht geboten, vor allem wenn der Akkubereich beschädigt sein könnte. Halten Sie Abstand, wenn es raucht, zischt oder ungewöhnlich riecht, und rufen Sie die Feuerwehr unter 112. Erst wenn die Einsatzkräfte die Lage freigegeben haben, kann das Fahrzeug abtransportiert werden. Allgemeine Hinweise zum Verhalten nach einem Unfall finden Sie im Beitrag Unfall in Hamburg – was tun?

Plug-in-Hybride: das Beste aus zwei Welten?

Hybride kombinieren Verbrenner und Elektromotor – und damit auch die möglichen Pannenursachen. Auch hier gilt: Die Betriebsanleitung regelt, ob und wie das Fahrzeug geschleppt werden darf. Im Zweifel behandeln wir einen Hybrid wie ein reines E-Auto.

Häufige Fragen

Kann man einem E-Auto Starthilfe geben?

Ja, wenn die 12-Volt-Batterie leer ist – an den vom Hersteller vorgesehenen Anschlusspunkten. Den Hochvoltakku kann man so nicht laden.

Bringen Sie mein E-Auto zur Ladesäule?

Ja. Wir transportieren das Fahrzeug zur nächstgelegenen oder zu einer von Ihnen gewünschten Ladestation.

Wie schnell sind Sie da?

In der Regel in 30–45 Minuten, rund um die Uhr. Rufen Sie an: +49 151 64375191. Weitere Infos auf der Seite Pannenhilfe.